Horst van Laak (* 1924)
Reinhold Liebich (1873-1938)














Horst van Laak mit seinem Vater Theodor van Laak

Aus meinem Leben

Mit 17 Jahren 1941 bin ich zur Kriegsmarine. Nach einigen Bordkommandos im englischen Kanal, in Griechenland kam ich 1945 in Norwegen in englische Gefangenschaft. Wir wurden nach Deutschland transportiert und von den Amerikanern an die Franzosen übergeben.

In Frankreich war ich dann drei Jahre im Bergwerk. Im Oktober 1948 wurde ich dann nach Bayern, wohin meine Mutter mit meinen Geschwistern geflüchtet war, entlassen. Hier arbeitete ich in München erst als Dachdecker und dann bei der Straßenbahn. Als 1955 die Bundeswehr aufgestellt wurde und ich keine Hoffnung sah, in meinem alten Beruf wieder unterzukommen, meldete ich mich wieder zur Marine. Ich habe es nicht bereut und bin noch viel in der Welt herumgekommen. Sogar in Amerika bin ich gewesen. Im Jahre 1977 erfolgte meine Pensionierung. Weitere 12 Jahre habe ich noch in der Privatwirtschaft gearbeitet. Geheiratet habe ich eine Wilhelmshavenerin, die mir aber bereits 2001 verstorben ist. Sie war 12 Jahre jünger als ich und sollte mich eigentlich bis an mein Lebensende begleiten. Zwei Söhne habe ich, die inzwischen schon erwachsene Burschen sind.

Ich muss gestehen, dass ich im Gegensatz zu meinem Bruder Hans als Kind und Jugendlicher ein glühender Anhänger von Hitler war. Dafür habe ich 1938 das goldene HJ-Abzeichen bekommen. Für meine Leichtgläubigkeit habe ich hart büßen müssen: Die Strapazen des Krieges (zwei Verwundungen), den Verlust der Heimat, drei Jahre Gefangenschaft und den Tod des Vaters. Ich glaube das langt.

Auf dem Bild rechts bin ich neben meinem Vater Theodor zu sehen.

Unten ein Bild vom 3.7.1944 kurz vor der Invasion: Kameradentreffen vor dem Hotel zum Löwen in Lüben. Die Namen, die ich noch weiß, sind von links Bodo Illgner, Siegfried Exner, Horst Lange, ? Dittrich (er lahmte), Horst van Laak. Ich weiß nicht, ob außer mir noch einer lebt? Aber vielleicht meldet sich einer oder ein Verwandter. Ich würde mich sehr freuen.

Horst van Laak

Am 3.7.1944 vor dem Hotel zum Löwen. Von links Bodo Ilgner, Siegfried Exner, Horst Lange, ?, Dittrich, Horst van Laak