
Häuser in der Faulhaberstraße mit einem Dank an Tomasz Mastalski |
Otto Faulhaber, geboren im Jahr 1866, am 22. Dezember 1898 zum Lübener Bürgermeister gewählt und am 6. Februar 1899 in sein Amt eingeführt, hat eine großzügige Kommunalpolitik eröffnet, welche die Stadt zu einer Entwicklung führte, die die kühnsten Erwartungen übertraf.
Konrad Kloses Chronik informiert ab Seite 275 ausführlich über Faulhabers Verdienste beim Bau der Provinzial-Heil-und-Pflegeanstalt, beim Ankauf von Altstädter Besitz und Rittergütern der Umgebung als Forstbesitz, das neue Oberförsterei-Dienstgebäude, Besitzerwerb im Stadtinnern zur Erweiterung von Promenaden und Straßenverbreiterung, Ankauf der Häuser vor dem Glogauer Tor (1899) für das Amtsgericht und die Promenaden, Erwerb des Stadtgartens (1903) und mehrerer anderer Grundstücke.
Er ließ das Einfamilienhaus für Offiziere auf der Bahnhofstraße bauen (1910) u.a., Ausbau der Stadtziegelei, der Gasanstalt, des Wasserwerkes, Entwässerungsanlagen, Regulierung der Kalten Bache.
Hervorragende Verdienste erwarb Faulhaber auch auf dem Gebiet des Schulwesens: 1907 Beschluss zur Errichtung des Realprogymnasiums, des Direktorgebäudes, des Alumnats, Übernahme der bis dato privaten Töchterschule 1910, Neubau der Volksschule 1909. Schillerpark 1905, Rosengarten 1911. Bau der neuen Straße 1911 und Benennung zur Faulhaberstraße am 17. November 1911. Vom 1.3. bis 30.9.1916 kaiserlicher 1. Bürgermeister von Pultusk, Russ.-Polen; 11.2.-28.6.1917 kaiserlicher Bürgermeister von Zdunska-Wola, Russ.-Polen; gestorben am 24.3.1919.
Quelle: Konrad Kloses Chronik der Stadt Lüben, S. 275 ff.

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