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Theo Dames (1898-1979) Theo Dames wurde am 8. Dezember 1898 als Sohn von Theo Dames sen. und seiner Frau Elfriede geb. Welke in Berlin geboren. Bald zog die Familie nach Lüben in Schlesien. Dort besuchte er das Gymnasium. (Von seinen Erfolgen berichtet u. a. der Jahresbericht des Gymnasiums aus dem Jahre 1914.) Die Wandervogelbewegung unter Leitung des Lübener Studienrats Dr. Martin Treblin wurde ihm zum Ideal jener Jahre. Nach dem Abitur 1917 wurde er Soldat. Ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz kehrte er zurück und begann in Breslau an der Kunstakademie seine Studien bei den Professoren Otto Müller und Wilhelm Pinder. Daneben absolvierte er eine Ausbildung zum Sportlehrer. Nach in beiden Fächern bestandenem Staatsexamen heiratete er 1924 in Bolkenhain Hilde geb. König aus Liegnitz. In Neumarkt war Theo Dames dann bis 1935 am dortigen Gymnasium tätig. Es war eine sehr glückliche Zeit für ihn und seine junge Familie. Die beiden Söhne Wolfram und Hartmut wurden geboren. Theo Dames erwarb sich rasch einen guten Namen als Portrait- und Landschaftsmaler. Öffentliche Aufträge schlossen sich an. Auch als Graphiker war er gefragt. Hier in Neumarkt war es auch, wo er den damals jungen schlesischen Dichter Friedrich Bischoff kennenlernte, dessen Werke ihn - insbesondere "Der Schlesische Psalter" - ein Leben lang begleiteten. 1935 wurde Theo Dames nach Liegnitz an das Johanneum versetzt, wo er bis 1939 unterrichtete. Seine besondere Liebe gehörte der vielfältigen und bewegten Schönheit des Bober-Katzbachgebirges nahe Hirschberg, einer Landschaft, die schon Alexander v. Humboldt in seinen Bann geschlagen hatte. Für die Augen und das Gemüt eine Malers ein Zauberland, das vom Kamm des Riesengebirges - mit der Schneekoppe als Krönung - abgeschlossen wurde. Hier in Seitendorf an der Katzbach, wo er ein Haus als Rückzugsgebiet für sich und seine Familie erwarb, lernte er auch den namhaften schlesischen Maler und Kupferstecher Rudolf Hacke kennen, der sich in diesem kleinen Dorf niedergelassen hatte. Es entwickelte sich eine Freundschaft, die sich im Künstlerischen befruchtete und bis zum Tode anhielt. Den zweiten Weltkrieg hat Theo Dames als Offizier der Luftnachrichten in all seinen Phasen bis zum bitteren Ende mitgemacht. Neben dem herben Verlust der Heimat hat ihn insbesondere der Fliegertod seines erst 19-jährigen Sohnes Wolfram im Jahre 1944 geschmerzt. Wolfram wurde in Seitendorf an der Katzbach beigesetzt.
Nach Krieg und Gefangenschaft wurde Theo Dames nach Göppingen/Württ. entlassen, wo er mit seiner Familie zusammenfand. Nach einer sehr schweren Zeit wurde er 1947 wieder in den Schuldienst übernommen. Neben seiner Lehrertätigkeit am Hohenstaufen-Gymnasium war er noch 5 Jahre lang Dozent für Kunstgeschichte an der Volkshochschule in Göppingen. Theo Dames hatte die Gabe, sein Wissen und die Geschichte lebendig werden zu lassen. Seine Vorträge mußte er oft wiederholen, da das Interesse so groß und die Säle zu klein waren. Nebenher war er auch in der schlesischen Landsmannschaft tätig. Er hielt Vorträge über vielerlei schlesische Themen, über Kunst und Kunstgeschichte, über Malerei und Kirchenbau, und holte namhafte schlesische Persönlichkeiten wie Friedrich Bischoff, Edmund Glaeser, Hans Mertin, Dr. Helmuth Richter und andere zu Dichterlesungen und Vorträgen. Nach seiner Pensionierung im Jahre 1962 zog er dann mit seiner Frau nach Leutkirch/Allgäu. Ein "zur Ruhe setzen" war das aber keinesfalls, denn jetzt fand er endlich die Zeit für kunstgeschichtliche und wissenschaftliche Arbeiten. So entstanden in dichter Folge Arbeiten über Liegnitz. Mit gleicher Intensität hat er darüber hinaus Lübener Themen in zahlreichen Beiträgen bearbeitet und veröffentlicht. Die neue Heimat Leutkirch gab Theo Dames neue Themen. So erschien eine Serie von Veröffentlichungen unter dem Titel "Auf den Spuren alter Kunst im Leutkircher Raum". Theo Dames starb am 27. Januar 1979. Er fand seine letzte Ruhe in Oberrodenbach bei Hanau, wo sein Sohn Hartmut lebt. Ihm verdanken wir diese eindrucksvolle Lebensbeschreibung und das Foto von Theo Dames an seinem Arbeitsplatz neben einem Bild seines gefallenen Sohnes Wolfram. Nach: Hubert Unverricht, Liegnitzer Lebensbilder, Hofheim, Henske-Neumann, 2004, Band 3Zu seiner Lehrer-Personalkarte
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