Allerlei Zeitdokumente - 1892 und 1899
Gefängnis-Vorstand Sonneck übermittelt Pfarramt Neusalz Informationen über eine Entlassene
Postkarte von Pastor Regehly














Am 31. Mai 1892 sandte das Königliche Amtsgericht Lüben dieses Schreiben als "Portopflichtige Dienstsache"
an das katholische Pfarramt zu Neusalz a./O.:

Dem Pfarramt übersenden wir anliegend
ergebenst die Charakteristik über die
aus hiesigem Gefängnis zur Entlassung
kommende Emma Lieser aus Ober-
Zarkau zur weiteren Veranlassung.
Der Gefängnisvorstand.
Sonneck

Schade, dass wir die "Charakteristik" selbst nicht einsehen können. Es wäre interessant zu erfahren, warum Emma Lieser weggesperrt worden war,
wie ihr Leben vorher und nachher verlaufen ist.

Sonneck war laut Klose-Chronik bis 1879 Direktor des Kreisgerichts und seit 1.10.1879 bis zu seinem Tod am 15.12.1910 Geheimer Justizrat am Königlichen Amtsgericht Lüben. Die Familie Sonneck wird auf dieser Website mehrfach erwähnt. Geben Sie auf der Startseite in das Google-Suchfeld den Namen Sonneck ein, um auf die entsprechenden Seiten verwiesen zu werden.

Herzlichen Dank an Marcin Owczarek für die Erlaubnis, dieses Dokument aus seiner Sammlung hier zu zeigen.


1899 Neujahrsgrüße von Georg an seinen Freund Karl Leopold Sonneck, den Sohn des Amtsgerichtsrats:

Von Saarau nach Lüben am 30.12.1899

Herrn
Karl Leopold Sonneck
Lüben in Schles.
Polkwitzerstr.

Herzlichen Glückwunsch zum
neuen Jahr Dir und Deinen
verehrten Eltern
Dein
Georg.

In diesem Haus in der Polkwitzer Str. 3 (später Hindenburgstraße) wohnte Familie Sonneck.