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Im Kreis Lüben gab es mindestens 6 Lager des nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienstes.
Sie befanden sich in Lüben, Kotzenau, Groß Kotzenau, Mühlrädlitz, Raudten, Schwarzau. Zur Nummerierung der Lager finden sich widersprüchliche Angaben. Ich benutze nur die auf Postkarten aufgedruckten.
Auf dem ehemaligen Exerzierplatz nahe der Oberförsterei Lüben befand sich die Abteilung 7/102, benannt nach dem preußischen Generalleutnant Adalbert von Bredow, seit 1859 Kommandeur des 4. Schlesischen Dragoner-Regiments, nach dem die Kaserne und eine Straße benannt waren.
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Eine Ansichtskarte zeigt den Eingang in eine Art Ferienlager im Wald. Über dem Eingang das NS-Hakenkreuz. Kantine und Essraum verstärken den Eindruck von Pfadfinder-Romantik...

Das Eingangstor, "geschmückt" mit den Insignien der Diktatur. Nach dem Beginn des Krieges wurde das RAD-Lager aufgelöst oder an einen anderen Ort verlegt. An seiner Stelle wurde der Fliegerhorst mit dem Flugplatz errichtet.
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Das Foto stellte Wolfgang Wersich zur Verfügung. Es zeigt seinen Onkel Fritz Wersich (2. links mit Schiffchenmütze und Pfeife), als die Jungen vom Reichsarbeitsdienst zum Wehrdienst überstellt wurden (um 1938). Fritz Wersich überlebte den Krieg und kehrte nach französischer Kriegsgefangenschaft zu seiner Familie zurück. |

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In Kotzenau gab es mindestens drei RAD-Lager. Abt. 5/102 gab es sowohl bei Mühlrädlitz als auch in Kotzenau neben der Turnhalle an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. An einer Baracke wird es Neidhardt von Gneisenau genannt.
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Die Abteilungen 2/107 und 6/107 befanden sich am ehemaligen Lehrlingsheim der Marienhütte an der Koloniestraße.

RAD-Abteilung 2/107 am Lehrlingsheim der Marienhütte (dieses Foto in Richtung Ring). Herzlichen Dank an Reinhard Fitzner!
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| Ein drittes Lager - Abt. 4/102 - befand sich auf dem Gelände der ehemaligen Marienhütte. Das Zeichen des Bergbaus, schräggekreuzter Hammer und Schlegel, ist auf dem Dach über der Uhr zu erkennen. Auf dem Bild rechts sind die "Arbeitsmänner" zum Befehlsempfang angetreten. |
| In Groß Kotzenau und Raudten wurden ehemalige Schlösser zu nationalsozialistischen Erziehungsstätten des RAD. |

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RAD-Lager 3/102 befand sich im ehemaligen Schloss Burglehn/Raudten |

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Diese Erkennungsmarke mit der Aufschrift M 230 RAD 5/102/2126 fand Marcin Długosz auf einem Dachboden in Bolesławiec (Bunzlau). Wie kam sie dorthin? Wem gehörte sie einst? Welchem Zweck sie diente, ist klar! Eine Erkennungsmarke war eine teilbare oder zweiteilige Metallmarke, die vor allem der Identifizierung toter Soldaten dienen sollte. Sie wurde an einer Kette um den Hals getragen. Wurde der Träger der Marke getötet, so sollte der Finder einen Teil der Marke abtrennen, um den Fund dokumentieren zu können. Zu diesem Zweck waren beide Hälften mit identischen Informationen versehen. In der Mitte befindet sich eine Sollbruchstelle. Der andere Teil wurde bei dem Toten belassen, so dass dieser sicher identifiziert werden konnte. Eigentlich gehörten solche Marken zur Ausrüstung der Soldaten. Offensichtlich wurden die RAD-Jugendlichen ebenso auf den Tod vorbereitet. Danke, Marcin! |

RAD-Lager Abt. 5/102 in Mühlrädlitz, benannt nach dem schlesischen Barockdichter Friedrich von Logau. Weitere Informationen oder Erinnerungen zu den Lagern willkommen. |
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Vom RAD-Lager bei Schwarzau im Kreis Lüben erfahren wir durch den Brief einer "RAD-Maid" an ihren Liebsten an der Ostfront. Den Brief entdeckte und übermittelte dankenswerterweise Kazimierz Bełz. Bilder des Schwarzauer RAD-Lagers fehlen noch. |
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