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Luftbild oben aus nördlicher Richtung, unten aus südlicher Richtung:
1 Rathaus
2 Stiftsgut
3 Moltkestraße
Dank dem Verhandlungsgeschick des Regimentskommandeurs Hann von Weyhern wurde Lüben zur Garnison des gesamten 4. Dragoner-Regiments bestimmt und dafür die neue Kaserne gebaut, die am 1. Oktober 1884 von allen vier Schwadronen bezogen wurde. Bis zu ihrer Auflösung war sie die Unterkunft des Regiments. Gemäß Versailler Friedensvertrag gab es nach 1918 in Deutschland keine Wehrpflicht, sondern ein 100 000-Mann-Berufsheer. In dieser Zeit lag das Reiter-Regiment Nr. 7 der Reichswehr in der Lübener Kaserne. In der NS-Zeit beherbergte sie eine motorisierte Aufklärungseinheit der Wehrmacht. Mehr Informationen über den Standort Lüben finden Sie in dem Buch von Romuald Bergner "Truppen und Garnisonen in Schlesien 1740-1945", Podzun-Pallas-Verlag 1987. Die Lübener Kaserne noch ohne Namen. Also vor der Namensverleihung 1889 durch den Kaiser bzw. vor dem Tod von Bredows 1890.Mit der Hilfe von Szczepan Wożny aus Chojnow, Wolfgang Wersich und Ellen Guse und dieser Ansichtskarte von Tomasz Mastalski konnte endlich herausgefunden werden, wo das folgende Bild aufgenommen worden ist! Dabei scheint es jetzt ganz selbstverständlich! Vergleichen Sie den Haupteingang auf diesen beiden Bildern! Damit ist klar, die Dragoner stehen direkt in Lüben vor der Kaserne, vor dem großen Tor!* Wenn man Ansichten vom Kaserneneingang vergrößert, kann man alle Einzelheiten des Eingangs erkennen, die auch auf dem Erinnerungsfoto der Dragoner so gut sichtbar sind. Das Wachhäuschen stand vermutlich nur in Kriegszeiten dort. Szczepan Wożny hat sich sogar die Mühe gemacht, den Haupteingang des heute noch existierenden Gebäudes zu fotografieren, um den letzten Beweis zu erbringen. Da ich inzwischen auch selbst dort war, habe ich ein Foto davon auf die Impressum-Seite gesetzt. Vielen herzlichen Dank allen, die daran mitgewirkt haben, dass das Rätsel gelöst werden konnte.
Aufnahmeort siehe oben! Liebe Schwester! Habe dein Paket mit herzlichem Dank erhalten. Rosenkränze habe ich zwei, hab von Marie einen erhalten und [?] habe ich auch noch. Ich glaube, Freitag machen wir fort. Schick Dir hier ein Andenken von meiner letzten Woche in Lüben. Schicke mir nichts an Sachen, man weiß nicht, wo man das Zeug hintun soll. Wir essen hier auch bloß noch Kunsthonig, weiter gibts nichts. Sechs Tage soll die Fahrt dauern, das wird aber langweilig. Also nochmals Dank und mit herzlichem Gruß verbleibe dein Bruder Gruß an alle P. [Hantsch?]
Kaserne des 4. Dragoner-Regiments von Bredow.
Nach dem 1. Weltkrieg war dies die Kaserne des Reiter-Regiments Nr. 7
Anbau an die Lübener Kaserne in der NS-Zeit A. A. 9 = Panzer-Aufklärungs-Abteilung Nr. 9 Stabsgebäude (links), Unterkünfte der Kradschützen und Wirtschaftsgebäude (rechts) der A. A. 9 Stabsgebäude und Kradschützen-Kompanie der A. A. 8. |